Integration

Sport-verein-t

Fairness und Zukunft in allen Sportverbänden und Sportvereinen

Ausländerinnen und Ausländer für das Mitwirken im Verein gewinnen

Mit dem Projekt "Sport-verein-t" hat sich die IG St.Galler Sportverbände das Ziel gesetzt, ver-mehrt Menschen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen und mit unterschiedlicher Herkunft für ein aktives Mitwirken in den Sportvereinen zu gewinnen. Eine der Gruppen, die vermehrt angesprochen, einbezogen und für eine verantwortungsvolle Rolle im Verein gewon-nen werden sollen, sind die Ausländerinnen und Ausländer. Heute erleben wir oft noch ein stark ausgeprägtes Nebeneinander von Einheimischen und von neu Zugezogenen. Aus dem Nebeneinander wird dann ein Miteinander, wenn kameradschaftlich Beziehungen und Bekannt-schaften geknüpft werden. Sie sind die wichtigste Grundlage dafür, dass Menschen mit unter-schiedlichen Stärken und Schwächen und mit unterschiedlicher Herkunft ihren Platz im Verein finden und mit der Zeit auch zu Verantwortungsträgern werden.

Die folgenden Ideen sollen den interessierten Vereinen einen Hinweis geben, wie Neu-mitglieder im Kreis der neu Zugezogenen gewonnen werden können. Sie sind als Anregungen zu verstehen. Sie erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sollen auch dazu einladen, eigene 'Rekrutierungsideen' zu entwickeln.

Wo komme ich mit Ausländerinnen und Ausländern in Kontakt?

  • Arbeitsplatz: Habe ich ausländische Arbeitskolleginnen und -kollegen, die ich ansprechen könnte?
  • Wohnort: Habe ich Nachbarinnen und Nachbarn im Quartier, im Dorf oder in der Gemeinde, die ich für ein Probetraining einladen könnte?
  • Schule: Besuchen meine Kinder mit Migrantenkindern die gleiche Klasse? Könnte ich ihre Eltern darauf ansprechen, ob sie oder ihre Kinder an einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung in meinem Sportverein interessiert sind? Am Elternabend, beim Abholen der Kinder von der Schule, beim Einkaufen?
  • ...

Gibt es "offizielle" Wege?

  • Gemeinde: Könnte die Gemeinde bei der Begrüssung der Neuzuzüger die Ausländerinnen und Ausländer speziell ansprechen und über das Vereinsleben informieren? Könnte ich meinen Verein dort selber vorstellen?
  • Gemeinde: Gibt es in der Gemeinde ein Vereinsverzeichnis? Sind dort auch die Ausländervereine aufgeführt?
  • Gemeinde: Hat die Gemeinde ein eigenes Mitteilungsblatt? Könnte ich dort einen Hinweis platzieren?
  • Schule: Könnte ich an einem Elternabend oder an einem Elterninformationsanlass der Schulgemeinde oder des Schulhauses für die sinnvolle Freizeitbeschäftigung in meinen Verein werben?
  • Ausländervereine: Welche Ausländervereine gibt es in meiner Gemeinde? Könnte ich den Präsidenten eines Ausländervereins an eine Vorstandssitzung einladen? Oder meinen Verein beim Vorstand des Ausländervereins vorstellen gehen?
  • Ausländervereine: Die Einladung zu einer Infoveranstaltung über den eigenen Verein könnte durch den Ausländerverein selber, durch dessen Präsidentin oder Präsidenten gemacht werden.
  • Ausländervereine: Könnte ich eine gemeinsame Jahresschlussveranstaltung mit einem oder mehreren Ausländervereinen vorschlagen?
  • Ausländervereine: Die regionalen Integrationsfachstellen verfügen über die Informationen, welche Ausländervereine es in der Region gibt und wer die richtigen und wichtigen Kontaktpersonen sein könnten. (Adressen der Kompetenzzentren Integration im Anhang)
  • Medien: Wäre eine Medienmitteilung oder ein 'Eingesandt' in der Lokal- oder Regionalzeitung ein Weg?
  • Arbeitgeber: Kenne ich einen Arbeitgeber oder eine Arbeitgeberin, der mein Anliegen unterstützen würde? Oder die Personalverantwortlichen eines grösseren Betriebs, denen daran gelegen ist, dass die Angestellten in ihrer Freizeit Sport treiben?
  • ...

Was kann ich bei der Rekrutierung beachten?

  • Persönliche Kontakte: Persönliche Kontakte und persönlich Anfragen bringen mehr als schriftliche Informationen, Anfragen oder Aufrufe allein.
  • Zivilcourage: Bekanntschaften knüpfen und aktiv auf Fremde zugehen, braucht Zivil-courage.
  • Risiko: Neue Bekanntschaften knüpfen ist immer riskant. Es lohnt sich, sich an den Erfolgen zu freuen und sich durch anfängliche Misserfolge oder Verunsicherung nicht aus dem Konzept bringen zu lassen.
  • Eignung und Neigung: Anfragen sollen bei allen Kandidatinnen und Kandidaten unter dem gleichen Aspekt erfolgen: Interesse, Neugier, Neigung und Eignung für eine bestimmte Sportart und das Vereinsleben.
  • Respektspersonen: Vielleicht ist es möglich, interessierte Ausländerinnen und Ausländer durch eine Respektsperson zu Infoveranstaltungen einzuladen, z.B. durch den Gemeinde-präsidenten oder die Schulratspräsidentin, durch einen Seelsorger (christlich oder andersgläubig), durch eine Respektsperson aus dem Kreis der Ausländerinnen und Ausländer, durch einen Arbeitgeber, etc.
  • Know-how: Vereine nach schweizerischer Machart sind für Ausländerinnen und Ausländer nichts Selbstverständliches. Es kann bei ihnen ausführlicher Einführungen in das Vereinsleben brauchen als bei Schweizerinnen und Schweizern. Was ist ein Verein und wie funktioniert er? Wer trägt die Verantwortung im Verein? Welche Rechte haben Vereins-mitglieder? Welche Verbindlichkeiten gibt es? Was sind die Erwartungen an die Vereins-mitglieder, welches ihre Pflichten? Welches sind spezielle Gepflogenheiten in meinem Verein?
  • Fragen stellen: Bestimmte Verhaltensweisen oder Gewohnheiten von Menschen, die einander fremd sind, können selbstverständlich 'gspässig' und unverständlich anmuten. Sie können aber auch gleich sein wie bei uns. Sofort nachfragen, wenn etwas eigenartig scheint, ist deshalb für beide Seiten Pflicht.
  • Andere Herkunft - vielleicht andere Sitten: Wie steht es mit den Essensgewohnheiten, dem Duschen, dem Bringen und Holen der Kinder, den Trainingszeiten, der Beteiligung am geselligen Teil nach dem Training?

Anhang: Adressen der regionalen Integrationsfachstellen Kantonales Kompetenzzentrum Integration St.Gallen

Arbeitsgemeinschaft für Integrationsfragen Frau Susanne Hoffmann
Multergasse 11
9001 St. Gallen
Tel. 071 228 33 92 / Fax 071 228 33 98
E-Mail: enzian@enzian.ch / hoffmann-int.sg@bluewin.ch

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 08.30 - 11.30 Uhr

Regionales Kompetenzzentrum Integration Linthgebiet

Gemeindeverwaltung Uznach Frau Erika Meier-Ebneter
Rathaus
8730 Uznach SG
Tel. 055 285 23 28 / Fax 055 285 23 24
E-Mail: erika.meier@uznach.ch

Öffnungszeiten: Dienstag 08.30 - 11.00 Uhr

Regionales Kompetenzzentrum Integration Rheintal

Soziale Dienste Oberrheintal Frau Theres Affolter
Wiesentalstrasse 1a
9450 Altstätten
Tel. 071 757 78 74 / Fax 071 757 78 79
E-Mail: theres.affolter@altstaetten.ch

Öffnungszeiten: Freitag 08.30 - 11.30 Uhr

Regionales Kompetenzzentrum Integration St. Gallen-Rorschach
Arbeitsgemeinschaft für Integrationsfragen Frau Susanne Hoffmann
Multergasse 11
9001 St. Gallen
Tel. 071 228 33 92 / Fax 071 228 33 98
E-Mail: enzian@enzian.ch / hoffmann-int.sg@bluewin.ch

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 08.30 - 11.30 Uhr

Regionales Kompetenzzentrum Integration Werdenberg-Sarganserland
Stiftung Mintegra Frau Blagica Alilovic
Postfach
9471 Buchs
Tel. 081 756 51 47
E-Mail: mintegra.buchs@bluewin.ch

Öffnungszeiten: Mo, Do: 10.00 - 12.00 / 14.00 - 19.00 Uhr Di, Mi, Fr: 10.00 - 12.00 / 14.00 - 18.00 Uhr