Geschichte FC Trübbach

FC Trübbach 1951 - heute

Die ersten 60 Jahre in der Geschichte des Fussballclubs Trübbach präsentierten einen steten Wechsel. Aus wahrhaft "steinigen" Anfängen konnte sich der Fussball als Sport nach und nach etablieren. Mit dem ersten eigenen Spielfeld ab 1955 begann auch der sportliche Aufschwung. Sechs Perioden - mal kürzer, mal länger spielte der FCT in der 3. Liga. Einmal in der Saison 1993/1994 reichte die Schlagkraft sogar für eine Saison in der 2. Liga aus.

Der Anfang

Rund 17 Spieler figurierten auf der ersten Mannschaftsliste des Jahres 1951. Darunter befindet sich auch Mathias Rissi (Trübbach). Er war ab der Vereinsgründung als 17 jähriger in der ersten Mannschaft und spielte bis Anfang der 60er Jahre. Er erinnert sich, dass lange vor der FC-Gründung jeden Sonntag in der Vilder Au Fussball gespielt wurde. Bei der örtlichen Heerespolizei war ein gewisser Blanc tätig, der bei Urania Genf in der Nationalliga B gespielt hatte. Dieser Blanc trainierte die Jugend in der Lettgrube und vermittelte die ersten Grundlagen. Schon damals wurden Turniere in Balzers, Sargans und Rüthi SG gespielt.

Josef Graber erster Präsident

Hauptinitiant für die FC-Gründung war Rudolf Lippuner (Jg. 1930), der damals schon auswärts spielte. Josef Graber (1919) vom Restaurant Löwen in Trübbach wurde für die Administration angefragt. Als erster Präsident brachte er Ordnung in den Schriftverkehr. Viele Spieler waren zwischen 17 und 20 Jahre alt. Einige Trübbächler spielten schon in auswärtigen Mannschaften mit. Daraus entstand auch die Verbindung mit Bad Ragaz, wo die ersten Meisterschaftsspiele ausgetragen wurden

Erst 1955 besass der FCT ein eigenes Spielfeld unterhalb der Meba an der heutigen Ringstrasse. In Fronarbeit war Kies abgetragen und später eine Humusschicht eingebracht worden. Aus diesem harten Boden resultierten manche Blessuren, aber der Platz war auch nach starken Regengüssen gut bespielbar. Ortsgemeinde und die Bauern standen dem neuen Sport in der Gemeinde eher ablehnend gegenüber. Willi Schlegel und Walter Rissi konnten als Ortsbürger mitreden. Bauführer Jäger gab Tipps zum Bau des Platzes.

Geld war bei den jungen Spielern keines vorhanden. So entstand das Sommernachtsfest mit Tanz und Schiessbude. Das erste Dress war ein rotes Hemd von Schellenberg & Sax, für welches Sepp Graber des Geld vorstreckte und das später zurückgezahlt werden musste. Der Zusammenhalt in der Mannschaft war gut und es gab mach gesellige Stunde.

Mehr Schwung mit der neuen Generation

Gegen Ende der 50er Jahre war die Mannschaft hervorragend im Schuss und oft an der Tabellenspitze zu finden. Für einen Aufstieg in die 3. Liga reichte es aber jeweils nicht. Dann stiess eine neue Generation mit den Gebrüdern Jecklin, Kobi Rissi und Sepp Sturzenegger dazu. Erwin Fischer im Sturm hatte zwar keinen grossen Aktionsradius, dennoch erzielte er Tore am Laufmeter, vor allem mit dem Kopf. Trainer Schaffrain brachte das Team auf Vordermann.

Mathias Rissi erinnert sich lachend, dass gegen Mels jeweils hohe Siege resultierten. Gegen Landquart in den Spitzenkämpfen habe es aber meist Niederlagen gegeben. "Vorne waren wir fast immer dabei."

Das 8:1 in Rebstein

Erst Ende der Saison 1962/1963 gelang der erstmalige Aufstieg in die 3. Liga. 8:1 wurde das Aufstiegsspiel in Rebstein gewonnen. Die Mannschaft wurde in Trübbach von der Musikgesellschaft empfangen und marschierte mit einem Transparent durch die Dorfstrasse. Im gleichen Jahr erfolgte auch der Umzug auf den Sportplatz Gufalons am südlichen Ende des Dorfes. Nach 5 Saisons in der 3. Liga tauchte der FCT anschliessend an ein Entscheidungsspiel gegen Ems in Bad Ragaz wieder in die 4. Liga.

Zu einer weiteren Hochblüte kam es 1976/1977 als die Trübbächler "Fussballsöldner" aus den umliegenden Vereinen zurückgeholt wurden. Auf Anhieb überstand das Team von Trainer Karl Sulser die erste Saison ohne Niederlage. Das Entscheidungsspiel gegen Balzers wurde dann 1:4 verloren. Auch im nächsten Jahr unterlag der FCT im Entscheidungsspiel gegen Schaan in Sevelen mit 2:5.

Die Saison 1979/1980 endete dann mit der stolzen Bilanz von 19 Spielen, 36 Punkten und 86:18 Toren. Das Aufstiegsspiel in Triesenberg, von den mitgereisten Trübbächler Fans praktisch zum Heimspiel umfunktioniert, wurde 3:1 gewonnen. Für 2 Saisons spielte der FCT in der 3. Liga.

Später qualifizierte sich dann jeweils der Gruppensieger der 4. Liga direkt für den Aufstieg. 1978/1988 trat Trübbach im letzten Meisterschaftsspiel gegen Villa an. Zur Pause 0:1 zurück, kehrte der FCT das Spiel in drei Minuten und gewann 2:1. Es folgten fünf Jahre in der 3. Liga.

An der Pforte zur 2. Liga

1988/1989 liess sich der FCT mit Trainer Hanspeter Rothmund erstmals in der Vereinsgeschichte als Meister der 3. Liga feiern. In den Aufstiegsspielen vor jeweils 800 Zuschauern gab es ein 3:3 und 1:1 gegen Ems. Da die Auswärtstore doppelt zählten, verpasste Trübbach den Aufstieg, ohne verloren zu haben.

Erst im zweiten Anlauf gelang der Aufstieg in die 2. Liga. In den zwei Aufstiegspielen mit Trainer Werner Weber hiess der Gegner Bonaduz. Zuhause konnte ein 2:1 Sieg erarbeitet werden. In Bonaduz kam es dann zu einer torreichen Partie, welche schiesslich mit 5:5 endete.

2. Liga - Saison 1993/1994

Damit hatte der FCT erstmals in der Vereinsgeschichte den Aufstieg von der 3. in die 2. Liga geschafft. Die "Höhenluft" sollte allerdings kurz bleiben. Nach nur einer Saison, 1993/1994, hiess es, den Gang in die 3. Liga wieder anzutreten. Festzuhalten ist dazu, dass es in der 2. Liga viele knappe Resultate gab, die meist nur mit einem Tor Differenz endeten. Seither pendelt der FCT mit unterschiedlichem Erfolg zwischen der 3. und der 4 Liga. Aktuell ist der FCT nach dem Abstieg in der Saison 2010/2011 wieder in der 4. Liga zu finden.

Erinnerungen

Walter Rissi und Robert Altherr, zwei Gründungsmitglieder, erinnern sich an eine Sitzung im Jahr 1949. Mit Gemeindeammann Sulser wurde die Frage eines Areals für einen Fussballplatz abgeklärt. Das erste Mal ging die Sache mit dem Boden der Ortsgemeinde schief. An der Sitzung war auch ein Herr vom St. Galler Kantonalfussballverband dabei. Mit ihm wurden die Statuten diskutiert.

Das erste Bongertfest ergab einen Reingewinn von 800 Franken für die Kasse. Fritz Gauer vom Restaurant Löwen in Trübbach stellte bis 1969 den Fussballern eine Umkleide-möglichkeit zur Verfügung. Er war auch der "Teekocher". Zudem betätigte sich Fritz Gauer viele Jahre als Kassier im FCT.

Obergermaringen

Es war Stadtfest in Chur, ein ausländisches Musikkorps aus Obergermaringen (D) spielte. Das wussten Willi Schlegel und Josef Graber. Nach dem Spiel wurde das Fest besucht und so die ersten Kontakte geknüpft. Die ersten Auslandreisen begannen 1954 mit einem Besuch in Obergermaringen. Zweimal reiste der FCT nach Deutschland, einmal stand der Besuch der Obergermaringer in Trübbach an. Die Kontakte gediehen soweit, dass ein Trübbächler gar einmal eine Freundin aus Obergermaringen hatte.

Die Gegend von Treviso

Eine besondere Beziehung entwickelte sich zur Region Padernello - Musano - Falze in der Nähe von Treviso (I). An Pfingsten 1976 kam die erste Seniorenreise nach Padernello zustande. Die Kontakte dazu waren durch Ruggero Mussato und Danilo Tosello geknüpft worden. Immer wieder besuchte man sich gegenseitig, sei es mit Junioren-, Aktiv- oder Seniorenmannschaften. Auch zum Jubiläum 50 Jahre FCT war eine Delegation der US Fulgor Trevignano eingeladen.

Attimis in der Provinz Udine

This Adank war der Motor für die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Wartau und Attimis. Die Idee entstand daraus, weil ein Erdbeben im Jahr 1976 die Region Udine erschüttert hatte. 1978 reisten die Friauler nach Trübbach. Zweimal,1979 und 1989, gastierte der FCT in Attimis. Dabei stand jeweils auch die Teilnahme am grossen, mehrtägigen Fest "Sagra delle Fragole e die Lamponi" an.

Trübbach als Cupmannschaft

1979 war es Viertligaclubs erstmals erlaubt am Schweizer Fussballcup teilzunehmen. Der FC Trübbach legte sich mächtig ins Zeug. Gleich zweimal hintereinander, 1979 und 1980, gelang der Vorstoss in die 4. Vorrunde.