«Gebäude leistet wichtigen Beitrag»

Am Freitag fand auf dem Fussballplatz Gufalons der Spatenstich des neuen Vereinsgebäudes statt. Die Idee dazu hatten die Fussballer bereits vor 20 Jahren. Erst im zweiten Anlauf klappte die Finanzierung.

Es war wohl eine der herbsten Niederlagen ihrer Vereinsgeschichte. Im Frühjahr 2014 ­lehnte das Wartauer Stimmvolk den Beitrag an ein neues Vereinsgebäude des FC Trübbach ab. Nun wird es doch gebaut. Am Freitagabend fand auf dem Fussballplatz Gufalons der Spatenstich dazu statt. Die Freude der Fussballer war sichtlich gross.

Der effektive Baustart wird Ende Oktober erfolgen, fertig­gestellt wird das Gebäude voraussichtlich im Juni 2018. Das neue Vereinsgebäude soll dann mit einem Fest eingeweiht werden. Die budgetierten Gesamtkosten betragen 990 000 Franken. 200 000 Franken kann der FC Trübbach aus seiner Vereinskasse nehmen, 85 000 Franken erhält er in Form von Privatdarlehen. Die Sport-Toto-Gesellschaft zahlt ebenfalls 200 000, die ­Politische Gemeinde 250 000, die Ortsgemeinde 150 000 und vier Dorfkorporationen weitere 95 000 Franken. Für die fehlenden 10 000 Franken erhofft sich der FC Trübbach, Sponsoren zu finden.

Über 300 000 Franken günstiger

Ursprünglich hätte das neue Vereinsgebäude 1,3 Millionen Franken kosten sollen. 450 000 Franken beantragte der Fussballclub an der Bürgerversammlung im Jahr 2014. Nachdem die Bürgerschaft dies ablehnte, mussten die Fussballer über die Bücher. «Wir haben ein neues, kostengünstigeres Projekt aufgegleist», sagte FC-Präsident Gabriel Dinner. Dennoch biete das neue Vereinsgebäude alles Wichtige. Es wird getrennte Toiletten für Männer und Frauen, sechs Umkleide­kabinen für die Spieler plus eine kleine für den Schiedsrichter, ­einen Kiosk, ein Archiv, ein Materialraum und ein kleines Vereinslokal beinhalten. Zudem kann man neu die Fussballspiele bequem vom Vereinsgebäude aus verfolgen. Das neue Clubhaus wird nämlich genau zwischen den beiden Fussballfeldern gebaut. Dank Verglasung können auch die Spiele hinten auf dem Kunstrasen verfolgt werden.

Die Grundrissfläche des neuen Gebäudes wird 380 m2 be­tragen. Das ist mehr als doppelt so gross wie das alte Gebäude, welches nur 150 m2 aufweist. Im alten Clubhaus hat es denn auch nur zwei Kabinen plus eine kleine Schiedsrichterkabine. «Es gibt Samstage, da haben wir vier ­Matches auf unserer Sport­anlage», sagte Gabriel Dinner. Das heisst, während die beiden Mannschaften des ersten Spieles duschen, müssen die beiden Mannschaften des nachfolgenden Spieles sich bereits umziehen. Dafür braucht es vier Umkleidekabinen. «Zudem spielen bei den Junioren teilweise Mädchen, die separate Umkleidekabine und ­separate Duschen benötigen», sagte Dinner. Deswegen seien sechs Kabinen nötig.

Für ein neues Vereinsgebäude sprachen aber noch mehr Gründe. Das alte ist bereits 48 Jahre alt. «Die Bausubstanz ist schlecht und verfällt langsam. Die Heizung ist sogar sehr alt. Eine Renovation wäre nötig gewesen. Zudem ist der Unterhalt des Gebäudes sehr schwierig», sagte Präsident Dinner.

Das alte Clubhaus wird während des Neubaus als Ersatz­gebäude dienen und dann abgebrochen. Die Mitglieder des FC Trübbach werden beim Ab­brechen helfen, sodass die Kosten tief gehalten werden können.

«Wir waren enttäuscht»

Die Idee für ein neues Vereins­gebäude ist laut Dinner bereits 20 Jahre alt. Erstmals konkret wurde es im Jahr 2012. Zwei Jahre später verhinderten die Wartauer Stimmbürger den Baustart. «Wir waren enttäuscht», sagte Dinner rückblickend. Unterdessen sind mehr als drei Jahre vergangen. «Diese Jahre waren für die Vereinsmitglieder nicht zufriedenstellend. Um die Zeit zu überbrücken, haben wir wenn immer möglich über den Zwischenstand des Projektes informiert. Unser Ziel war, so schnell wie möglich, mit dem Bauen zu beginnen.»

Das lang ersehnte Clubhaus ist nun endlich keine Vision mehr. «Wir sind zuversichtlich, dass wir mit dem Gebäude für die jetzigen Junioren und die nächste Generation einen wertvollen Beitrag leisten und noch lange Freude am neuen Vereinsgebäude haben», sagte Dinner.

(W&O, Ausgabe vom 09.10.2017)