Mit mehr Konstanz unter die ersten drei

Der FC Trübbach hat das Rüstzeug, in seiner 4.-Liga-Gruppe zu den Spitzenteams zu gehören. Die junge Crew soll dies nun nicht nur in einzelnen Spielen, sondern während einer ganzen Saison unter Beweis stellen.


«In der Vorrunde probieren wir es so gut zu machen wie letzte Saison», blickt Ranko Telic, Trainer der ersten Mannschaft des FC Trübbach, auf die bevorstehende Saison. Gelingt dies mit den Zahlen des Vorjahrs – 19 Punkte aus 10 Spielen – sind die Wartauer dort, wo sie sich selber sehen: in der Spitzengruppe. Wobei anzumerken ist, dass Telic gerne noch den einen oder anderen Punkt mehr auf dem Konto hätte. Doch das Problem letzte Saison war nicht die Vorrunde, sondern die Rückrunde: Fünf Punkte holte Trübbach noch.

Der jungen Mannschaft mangelte es an Konstanz. Nicht nur zwischen Vor- und Rückrunde klafft eine Lücke, auch von Spiel zu Spiel oder sogar während eines Spiels schlägt die Wellenbewegung des Auf und Ab zu sehr nach oben, respektive nach unten. In der Spielzeit 2018/19 soll nun mehr Kontinuität herrschen, um einen besseren Tabellenplatz herauszuholen. «Unser klares Ziel sind die ersten drei», sagt Telic. «Allenfalls toleriere ich noch Platz vier – aber das ist definitiv der letzte Platz, darunter geht gar nicht», macht er seinen Jungs schon vor dem ersten Anstoss Feuer unter dem Hintern.

Ranko Telic: «Kämpfen können sie gut»

Das Team ist quasi dasselbe wie im Vorjahr. Eric Stump zog es nach Mels, «Tobias Guerreiro kam vom FC Balzers retour, er ersetzt Stump im Mittelfeld eins zu eins», sagt Trainer Telic, der den Kader ein bisschen schrumpfen lässt, um mehr Qualität herauszuholen und den Konkurrenzkampf zu fördern. Viele junge Spieler erhalten Einsatzmöglichkeiten in der 5. Liga und können sich dort für höhere Aufgaben empfehlen. Obwohl Ranko Telic eine Steigerung fordert, will er seine Truppe nicht unter Druck setzen und umschreibt seine tägliche Arbeit wie folgt: «Mit Geduld mit den jungen Spielern arbeiten.» Das Team müsse sich in jedem Bereich noch verbessern, das Ziel erreiche man nur, wenn man Fortschritte erzielt und die technischen Qualitäten steigert. Als Stärke des Teams bezeichnet Telic die Bereitschaft auf dem Feld: «Kämpfen können sie gut», lobt er, «und sie agieren solidarischer als auch schon.» Seine Jungs, so meint er weiter, müssen jedoch noch ordentlich an der Disziplin feilen. Letzte Saison war man in der Gruppe 3 der 4. Liga das Team mit den zweitmeisten Strafpunkten.

Mit neuer Infrastruktur lässt es sich einfacher arbeiten

Eine Verbesserung gelang dem FC Trübbach aber neben dem Spielfeld: Die neue Infrastruktur freut Ranko Telic nicht nur, er zieht auch einen hohen Nutzen daraus: «Die Motivation in der ersten Mannschaft ist besser und für mich ist es einfacher zu arbeiten.» Der Übungsleiter kann nun zwei Trainings in aller Ruhe abhalten, ohne ständig mit dem Druck leben zu müssen, die Kabinen freizugeben. «Wir können den Platz besser nutzen und ich kann nun mehr mit der Taktik machen. Es ist eine grosse Verbesserung, das Training weist eine höhere Qualität auf.»

Mit besseren Bedingungen allein wird der FC Trübbach aber noch kein Aufstiegskandidat. «Trübbach ist ein solider und ruhiger Verein. Aber um die erste Mannschaft in die 3. Liga zu bringen, fehlt doch noch ein Stück», sagt Telic und nennt Routine und Erfahrung als momentan fehlende Schlüssel zum Erfolg. Ganz vorne in der Rangliste erwartet er in dieser Saison Weesen II und Glarus. Dass die Trübbächler nun nicht mehr in derselben Gruppe sind, wie die anderen Werdenberger, erachtet er als nicht so schlimm. «Wir haben unsere Derbys gegen Balzers, Triesen und natürlich Sevelen II.»

Aus dem W&O (Robert Kucera) vom 17. August 2018